3 Gedanken zu „Das Fenster guckt zurück – Dala Lange

  1. Eigentlich hätte ich gerne die Anschrift des Mannes. Wo lebt er hinter diesem Blick. Ich will ihm was sagen. Aber warum nicht gleich hier:

    DEINE WEISEN FALTEN, DASS ICH SIE SEHE, FIND ICH SEHR WEISE SCHÖN…

    Das ist ordentlich offensichtlich…

    Nelly

    1. Liebe Gise, danke für Dein Sein und den Kommentar! Drücker zurück!

      Liebe Nelly, hier kommt die Adresse:

      „Ich bin der Dichter des Wassers.

      In meiner Jugend habe ich die trübsinnige Hoheit der nördlichen Meere besungen
      und den ruhigen Zauber des Bergbachs im Sommer. Ich saß lange vor den traumstillen Seen meiner Heimat, horchte im Süden auf den Rhythmus der Wellen und das leise Geklingel der Kiesel unter dem schenkenden Himmel.

      Zeit nahm ich mir für das dunkle Gewölbe und den einzelnen Tropfen.
      Nun habe ich mein Haus verkauft, meine Kindheit verlassen, meine Bücher verschenkt,
      die ehrgeizige Sammlung von Steinen und Muscheln über den Strand verteilt,
      dass sie das Meer sich zurückholt.

      Das Gefäß ist zerbrochen.
      Auch der Durst des Papiers ist versiegt, ich schreibe mein letztes Gedicht.
      Vor mir ein See von düsterer Sanftmut, um mich herum all die Menschen,
      die ich einmal war.

      In meinem Rücken, aus der Natur getreten, das andere Wasser, es steigt.“

      Autor leider unbekannt!

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